Krisenbank Monte dei Paschi erneut mit Milliardenverlust

Hohe Abschreibungen haben der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena im zweiten Quartal tiefrote Zahlen eingebrockt. Im Berichtszeitraum stand ein Minus von 3,1 Milliarden Euro unter dem Strich, wie das Geldhaus gestern Abend mitteilte. Grund seien zusätzlich Abschreibungen von vier Milliarden Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf von notleidenden Krediten gewesen.

Die Kernkapitalquote (CET 1) stieg im Zuge einer milliardenschweren Rekapitalisierung auf 15,4 Prozent von niedrigen 6,5 Prozent per Ende März. Nach der Finanzspritze hält die italienische Regierung nun rund 52 Prozent an Monte dei Paschi. Im ersten Halbjahr verbuchte Monte dei Paschi einen Fehlbetrag von 3,2 Milliarden Euro. Italien hatte Ende Juli ein Gesetz zur Rettung der Bank erlassen.