Privates U-Boot gesunken - Journalistin vermisst

Ein privates dänisches U-Boot ist vor der Küste der Hauptstadt Kopenhagen untergegangen. Sein Besitzer Peder Madsen wurde gerettet, die Polizei ermittelt aber gegen ihn wegen Totschlags. Wie die Polizei gestern mitteilte, wurde eine schwedische Reporterin nach dem Unglück zunächst noch vermisst. Die Frau sei vermutlich an Bord des U-Boots gewesen, sagte Polizeisprecher Jens Moeller Jensen.

Madsen, der das U-Boot entworfen hatte, bestritt der Polizei zufolge die Vorwürfe. Er sagte, er habe die Schwedin in der Nacht zuvor auf einer Insel im Hafen von Kopenhagen abgesetzt. Ihre Verwandten haben sie als vermisst gemeldet. Die Polizei bat mögliche Zeugen, sich zu melden.

U-Boot kann nicht geborgen werden

Nachdem das U-Boot nicht wie geplant nach Kopenhagen zurückgekehrt war, wurde eine Suchaktion gestartet. Die Retter fanden das U-Boot später in der Koege Bugt südlich der Hauptstadt. „Ich war auf einer Probefahrt und habe ein paar Dinge an dem U-Boot getestet. Dann ist etwas mit einem Ballasttank schiefgegangen“, wurde Madsen zitiert.

Taucher entdeckten das Wrack in einer Tiefe von sieben Metern. Da das U-Boot aber nicht stabil sei, könnten die Taucher nicht in das Wrack, teilte die Polizei mit. Es werde noch beraten, ob das Schiff stabilisiert bzw. gehoben werden könne. Die 18 Meter lange UC3 Nautilus war im Mai 2008 erstmals ausgelaufen.