Deutscher Soldat gestorben - Verdacht auf Aufputschmittel

Auch in Deutschland ist vor Kurzem ein Soldat nach einem Kollaps gestorben. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“) könnten in dem Fall Aufputschmittel eine Rolle gespielt haben.

Vier Soldaten zusammengebrochen

Insgesamt waren Ende Juli vier Soldaten bei einer Übung im niedersächsischen Munster kollabiert. Einer von ihnen habe in einer internen Untersuchung ausgesagt, gemeinsam mit einigen Kameraden vor dem Marsch Aufputschmittel genommen zu haben, so der Bericht. Die Bundeswehr wollte das gegenüber der Zeitung weder bestätigen noch dementieren.

Einer der vier Offiziersanwärter befindet sich dem Bericht zufolge noch immer in lebensbedrohlichem Zustand. Der Missbrauch leistungssteigernder Mittel sei in der Bundeswehr bereits seit Längerem als Problem bekannt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Ausbildner.

Verteidigungsministerium ohne Kenntnis

Das deutsche Verteidigungsministerium besitzt laut eigenen Angaben keine Kenntnisse darüber, dass die Soldaten illegale Aufputschmittel genommen haben. „Ein Soldat soll ausgesagt haben, dass er vor dem Marsch eine Dose eines Energy Drinks zu sich genommen habe“, sagte ein Sprecher der dpa. „Ob das die Ursache für den Schwächeanfall ist, ist allerdings völlig offen.“