Ukraine dementiert Raketenlieferungen an Nordkorea

Die ukrainische Führung hat Raketenlieferungen an Nordkorea dementiert. „Die Ukraine hat keine Raketentriebwerke oder sonstige Raketentechnologie an Nordkorea geliefert“, sagte der Sekretär des Sicherheitsrates, Alexander Turtschinow, gestern in Kiew.

Das Land halte seine internationalen Verpflichtungen ein. Er sprach von einer „antiukrainischen Kampagne“, die von russischen Geheimdiensten lanciert sei, um von eigenen Verbrechen abzulenken.

Von der „New York Times“ befragte Experten hatten den illegalen Kauf von Triebwerken aus der ehemals sowjetischen Raketenfabrik in der Stadt Dnipro (früher: Dnjepropetrowsk) für möglich gehalten. Das würde den schnellen Fortschritt des nordkoreanischen Regimes beim Bau einer Interkontinentalrakete erklären. Der betroffene Konzern Juschmasch selber dementierte dagegen Lieferungen nach Nordkorea.

Anfang Juli hatte Pjöngjang eine Langstreckenrakete getestet, die theoretisch das US-Gebiet Alaska hätte erreichen können. Als Reaktion hatte die internationale Gemeinschaft die Sanktionen gegen das ostasiatische Land verschärft.