Syrische Rebellen verlassen umkämpfte Grenzregion

Etwa 300 moderate syrische Rebellen und mehr als 1.500 Zivilisten haben ein umkämpftes libanesisches Gebiet an der Grenze zu Syrien verlassen. 40 Busse hätten heute den Nordosten des Libanon in Richtung einer Rebellenstadt nördlich von Damaskus in Syrien verlassen, berichtete die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah.

Mehr als ein Dutzend Krankenwagen würden zudem Verletzte transportieren. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien schätzte die Zahl der Zivilisten auf 1.700. Zunächst hatte die Hisbollah von etwa 350 Aufständischen gesprochen. Bereits Anfang August waren Tausende Flüchtlinge und Dschihadisten aus dem Grenzgebiet nach einem Deal mit der libanesischen Regierung und der Hisbollah nach Syrien gereist.

Die Hisbollah-Miliz, die in Syrien selbst an der Seite von Syriens Machthaber Baschar al-Assad kämpft, geht seit Juli gegen sunnitische Islamistengruppen im Gebiet um den libanesischen Grenzort Arsal vor. In der Gegend halten sich neben radikalen Kämpfern Zehntausende Flüchtlinge auf, die vor der Gewalt des syrischen Bürgerkrieges geflohen sind.

Einige Gegenden werden auch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert. Eine Offensive der libanesischen Armee soll bevorstehen.