Russischer Ex-Minister bestreitet Korruptionsvorwürfe

Der ehemalige russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew hat zum Auftakt seines Korruptionsprozesses Vorwürfe der Annahme von Bestechungsgeld zurückgewiesen. Diese seien von Igor Setschin, Chef des größten russischen Ölkonzerns Rosneft und enger Vertrauter von Kreml-Chef Wladimir Putin, konstruiert worden, sagte Uljukajew heute vor einem Moskauer Gericht.

Ehemaliger russischer Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew

AP/Pavel Golovkin

Setschin habe ihm zwei Millionen US-Dollar (1,7 Mio. Euro) angeboten, um ein Privatisierungsgeschäft von Rosneft zu genehmigen. Die Übergabe sei zudem vom russischen Geheimdienst FSB geplant worden, sagte Uljukajew der Agentur TASS zufolge. Die Anklage geht davon aus, dass der Minister das Geld bei einem Treffen in Indien eingefordert habe.

Es ist das erste Mal in der neueren Geschichte Russlands, dass ein so ranghohes Mitglied der Führung vor Gericht gestellt wird. Uljukajew ist seit November 2016 unter Hausarrest. Die Verhandlung soll am 1. September fortgesetzt werden.