Euro-Zone: Wachstum hält mit USA Schritt

Die immer mehr in Fahrt kommende Wirtschaft der Euro-Zone hat im Frühjahr beim Wachstumstempo mit den USA Schritt gehalten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im zweiten Quartal um 0,6 Prozent zu, wie die Statistikbehörde Eurostat gestern mitteilte.

Wachstum kräftig

Zu Jahresbeginn war das Plus in den 19 Staaten der Währungsunion mit 0,5 Prozent noch etwas niedriger ausgefallen. Von April bis Juni war das Wachstum nun genauso kräftig wie in den USA, die sich konjunkturell bereits wesentlich früher von den Folgen der weltweiten Finanzkrise erholt haben als die Euro-Zone.

„Unterstützt von der besser laufenden Weltwirtschaft und vom Krisenmodus der EZB-Geldpolitik zieht die Wirtschaftsleistung seit einiger Zeit auch bei den Wachstumsnachzüglern im Euro-Raum an“, sagte Ökonom Alexander Krüger vom deutschen Bankhaus Lampe.

Lage in Italien entspannt sich

Dazu gehört auch Italien, dessen Wirtschaft lange vor sich hin dümpelte. Nun hat sie zumindest den Anschluss an die anderen großen Volkswirtschaften der Währungsunion geschafft. Italiens BIP legte im Frühjahr um 0,4 Prozent zu. Es wuchs damit im selben Tempo wie zu Jahresbeginn.

In den Niederlanden, wo das Lager der EU-Gegner bei der Parlamentswahl heuer ebenfalls eine Niederlage hinnehmen musste, brummt die Wirtschaft: Sie legte im Frühjahr um 1,5 Prozent zu und überflügelte damit Frankreich (0,5 Prozent), Deutschland (0,6 Prozent) und Spanien und Österreich (0,9 Prozent).