Medien: Kurz holt sich Ex-RH-Chef Moser ins Team

Der frühere Rechnungshof-Präsident und Ex-Blaue Josef Moser kandidiert laut Medienberichten für die ÖVP. Moser steht an der dritten Stelle der schwarzen Bundesliste, wie die Tageszeitungen „Standard“ und „Kurier“ gestern Abend unter Verweis auf Parteikreise berichteten. Auch nach ZIB2-Recherchen wird die ÖVP Moser heute als letzten prominenten Quereinsteiger für die Nationalratswahl präsentieren.

Mit Moser ist laut ZIB2 nun auch der letzte prominente ÖVP-Quereinsteiger für die Nationalratswahl bekannt.

Offiziell bestätigen wollte die ÖVP den Antritt Mosers noch nicht. Moser wurde aber bereits länger - neben dem Finanzprofessor Gottfried Haber - als Kandidat auf der ÖVP-Bundesliste gehandelt. Moser war von 1992 bis 2002 FPÖ-Klubdirektor im Nationalrat und von 2004 bis 2016 Präsident des Rechnungshofes.

Köstinger auf Listenplatz zwei

Unmittelbar hinter ÖVP-Chef Sebastian Kurz wird Generalsekretärin Elisabeth Köstinger auf der schwarzen Bundesliste kandidieren. Die Partei bestätigte gestern einen entsprechenden „Österreich“-Bericht. Köstinger ist auch Listenerste in Kärnten.

Zahlreiche Quereinsteiger

Die über mehrere Wochen inszenierte Bekanntgabe der Bundesliste ist dann jedenfalls komplett. Auf Platz vier tritt die ehemalige Programmchefin des ORF-Burgenland und langjährige Moderatorin Gaby Schwarz an, die auch Spitzenkandidatin auf der Landesliste ist.

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Der ehemalige Grün-Politiker Efgani Dönmez kandidiert auf dem fünften Platz, dahinter Opernball-Organisatorin Maria Großbauer und der Mathematiker Rudolf Taschner.

Auf dem achten Platz der Bundesliste steht die Salzburger Personalunternehmerin Tanja Graf, auf Platz neun der Wiener Landespolizeivizepräsident Karl Mahrer und auf Platz zehn die ehemalige Stabhochspringerin, nach einem Unfall im Rollstuhl sitzende Kira Grünberg, die auch zur Tiroler Spitzenkandidatin ernannt wurde. In Niederösterreich führt Innenminister Wolfgang Sobotka die Landesliste an.

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Die Salzburger ÖVP will künftig statt zwei drei Mandatare in den Nationalrat entsenden. Angeführt wird die Liste von Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner gefolgt von der Bundeslisten-Achten Graf und dem designierten Obmann der Jungen ÖVP (JVP), Stefan Schnöll - der im Falle des Einzugs von Graf über die Bundesliste ebenfalls Chancen auf einen Parlamentssitz hat.

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In der Steiermark wird die Landesliste von der Gastronomin Barbara Krenn angeführt, dahinter folgt mit Werner Amon ein lang gedienter Nationalratsmandatar. Die Plätze drei und vier gehören der Wissenschaft mit TU-Professorin Juliane Bogner-Strauß und Ex-Meduni-Rektor Josef Smolle, wie Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer gestern verkündete. Auf Platz fünf findet sich Ex-Stronach-Mandatarin Kathrin Nachbaur.

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