Insider: USA streichen Ägypten Finanzhilfen

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die USA wollen Ägypten wegen ausbleibender Fortschritte im Bereich der Menschenrechte zugesagte Hilfen in Millionenhöhe verwehren. Die Regierung in Washington habe entschieden, rund 95 Millionen Dollar gar nicht auszuzahlen und eine weitere Tranche in Höhe von 195 Millionen Dollar zunächst zurückzustellen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters gestern von zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Die Entscheidung spiegle einerseits den Wunsch wider, die Sicherheitspartnerschaft mit dem größten und militärisch einflussreichsten arabischen Land fortzusetzen, und zugleich die wachsende Unzufriedenheit über mangelnde Fortschritte bei der Gewährung von Menschen- und Bürgerrechten sowie der Entwicklung der Demokratie, hieß es zur Begründung.

Sprecher des Präsidialamts und des Außenministeriums waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.