NR-Wahl: Moskau beklagt sich über Vorwürfe

Die Botschaft der Russischen Föderation in Österreich hat sich gestern in einer Aussendung über Vorwürfe beklagt, die russische Regierung mische sich in den österreichischen Nationalratswahlkampf ein. Man werde „mit jeder demokratisch gewählten Regierung Österreichs zusammenarbeiten“, so die Aussendung.

Trotz der Versuche „einzelner Persönlichkeiten und nicht-staatlicher Institutionen“, Russland als Bedrohung zu inszenieren und eine „öffentliche Debatte diesbezüglich zu provozieren“, schätze man den engen und positiven diplomatischen Dialog zwischen Moskau und Wien. Auf APA-Nachfrage wollte die russische Botschaft keine konkreten Beispiele für derartige Vorwürfe anführen.

Die Aussendung bezieht sich aber offenbar auf ein Interview des Nachrichtenmagazins „profil“ mit dem ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin vom Juni dieses Jahres. Klimkin hatte dort vor einer Beeinflussung der Nationalratswahl durch den Kreml gewarnt: „Österreich ist bedeutsam für Putin. Er sieht hier die Möglichkeit, das europäische Projekt zu schwächen“, so Klimkin.