US-UNO-Botschafterin zweifelt an Atomdeal mit Iran

Die USA haben ihre Zweifel am Atomvertrag mit dem Iran gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unterstrichen. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, wies gestern bei einem Gespräch mit IAEA-Chef Yukiya Amano in Wien auf mögliche Überwachungsmängel hin.

Die Berichte der IAEA könnten nur so gut sein, wie der Zutritt, den der Iran den Inspekteuren der IAEA ermögliche. Der Iran dürfe auch nicht unklare Formulierungen in dem Abkommen zu seinen Gunsten auslegen, meinte Haley nach Angaben der US-Botschaft bei der UNO.

Generell lobte sie die professionelle Arbeit der Atomenergiebehörde, die mit zahlreichen Kontrollen überwacht, ob der Iran sich an die Bestimmungen des Abkommens von 2015 hält. Bisher hatte die IAEA kaum etwas am Verhalten Teherans auszusetzen.

Trump strikter Gegner

US-Präsident Donald Trump ist ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger Barack Obama ein strikter Gegner des Abkommens. Er befürchtet, dass der Iran trotz der Kontrollen eine Atombombe entwickeln könnte. Aus Sorge davor hatte der Deal den Iran gezwungen, wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch zurückzufahren.