USA sichern Ukraine weitere Unterstützung zu

Kiew hat gestern mit einer Militärparade die Unabhängigkeit von der Sowjetunion gefeiert. Ehrengast war US-Verteidigungsminister James Mattis. Er richtete deutliche Worte an Moskau - wenige Stunden, bevor eine Waffenruhe in der Ostukraine in Kraft treten sollte.

Die USA würden mit ihren Verbündeten weiter Druck auf Russland ausüben und das Land so lange zur Achtung der Minsker Vereinbarungen zwingen, bis Russland den vereinbarten Weg gehe, sagte Mattis nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

Zwei Verletzte bei Explosion in Regierungsviertel

Etwa 4.500 Angehörige von Streitkräften und Sicherheitsorganen des Landes und Dutzende Soldaten verbündeter Länder marschierten in der ukrainischen Hauptstadt über den Maidan, den zentralen Platz der Unabhängigkeit.

7.000 Polizisten sicherten die Parade. Trotz der Vorkehrungen kam es zu einer Explosion im Regierungsviertel, bei der ein Mann und eine Frau verletzt wurden. Augenzeugen zufolge wurde ein „unbekanntes Objekt“ auf die Straße geworfen. Der Geheimdienst geht von Rowdytum
aus.

Waffenlieferung wird geprüft

Die US-Regierung prüft laut Mattis intensiv, ob der Ukraine Waffen zur Verteidigung geliefert werden könnten. Es sei klar, dass die Ukraine kein Aggressor sei. Sie verteidige das eigene Territorium, sagte Mattis. Washington werde die russische Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim nicht anerkennen. Man wisse, dass Russland die internationalen Grenzen mit Hilfe von Gewalt umgestalten wolle, sagte er. Die USA unterstützen die Ukraine mit Militärhilfen im Wert von umgerechnet 640 Millionen Euro.