Polizisten bekommen Dienst-iPhones und iPads

Ab nächster Woche erhält schrittweise jeder Polizist und jede Polizistin in Österreich ein Dienst-iPhone. In jeder Polizeiinspektion soll mindestens ein iPad zur Verfügung stehen. Bis Ende 2019 soll die Vollausstattung abgeschlossen sein, kündigte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) gestern bei einem Pressegespräch in Wien an. Die Kosten für die „mobile Polizeikommunikation“ belaufen sich auf 15 bis 20 Mio. Euro.

In einer ersten Phase soll zunächst ein Drittel der Polizisten bis Ende August 2018 ihre Diensthandys bekommen. Gemeinsam mit den bei Einsätzen nach wie vor als Hauptkommunikationsmittel verwendeten Funkgeräten sollen die mobilen Geräte für einen schnelleren und effizienteren Informationsfluss sorgen. Auch für die Bürger seien die Beamten dann rascher und unkomplizierter erreichbar, hieß es im Innenministerium (BMI). Inhalte würden sich einfacher platzieren lassen, die Bevölkerung könne „treffsicher“ und verlässlich informiert werden.

Gesichtsfelderkennung für Sobotka „Thema“

Mit dem „Mobile-Device-Management“ werden Berechtigungen, Benutzerprofile sowie Geräte- und App-Verwaltung zentral gesteuert, wodurch das BMI garantieren will, dass dienstliche Daten vor dem Zugriff durch Unbefugte geschützt werden. Eine private Nutzung der Dienst-iPhones wird den Polizisten explizit erlaubt.

Mit den Apple-Geräten sei auch eine Gesichtsfelderkennung sowie die Aufnahme von biometrischen Daten möglich, betonte Sobotka: „Das ist wichtig für uns und macht unsere Arbeit effizienter.“ Denn Methoden wie die Gesichtsfelderkennung würden „bei uns auch ein Thema werden“, so der Minister.