Grüne fordern 35-Stunden-Woche

Die Grünen verlangen eine 35-Stunden-Woche. Diese Forderung präsentierte der Gewerkschafter Markus Koza, der von Klubobmann Albert Steinhauser als Kandidat und als „David“ im Kampf gegen Goliath für soziale Gerechtigkeit präsentiert wurde. Vor allem der ÖVP und ihrem Obmann Sebastian Kurz warf Steinhauser Pläne zum Sozialabbau vor.

Koza und Steinhauser betonten, dass Fragen der Verteilungsgerechtigkeit einer der Schwerpunkte der Grünen im Wahlkampf sein werden. Als eine zentrale Herausforderung führten beide in einer Pressekonferenz an, die entstandene soziale Ungleichheit und die Spaltung der Gesellschaft zu bekämpfen.

Einladung an SPÖ-Wähler

Als einen Punkt dafür nannte Koza eine umfassende Arbeitszeitverkürzung nach 40 Jahren der 40-Stunden-Woche. In einem ersten Schritt solle es eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich geben. Die Arbeitszeitpolitik dürfe sich nicht nur an den Wünschen der Wirtschaft orientieren, sondern auch stärker an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer. Auch bleiben die Grünen bei ihrer Forderung nach einem Mindestlohn von 1.750 Euro brutto.

Neben den bekannten Plänen der Grünen für eine Erbschaftssteuer ab 500.000 Euro, einer stärkeren Besteuerung von Kapital und Ressourcen sowie einer Entlastung des Faktors Arbeit kann sich Koza auch persönlich eine allgemeine Vermögenssteuer vorstellen. Steinhauser sieht angesichts der arbeitnehmerfreundlichen Pläne der Grünen auch ein „freundliches Signal an SPÖ-Wähler“.