Japan und USA wollen Druck auf Nordkorea erhöhen

Japan und die USA wollen den Druck auf Nordkorea auf „sichtbare Weise“ erhöhen. Darauf verständigten sich der japanische Verteidigungsminister Itsunori Onodera und sein US-Kollege James Mattis heute in einem Telefongespräch, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Onodera deutete demnach an, dass damit möglicherweise verstärkte Manöver beider Streitkräfte gemeint sein könnten.

Nordkorea hatte zuvor den Ton gegen Japan im Atomkonflikt verschärft. Das Bündnis Tokios mit den USA beschleunige „die Selbstzerstörung“ Japans, erklärte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

Trump: Reden nicht die Antwort

Nordkorea hatte am Dienstag über den Norden Japans hinweg eine Rakete getestet. US-Präsident Donald Trump lehnte Verhandlungen mit der Regierung in Pjöngjang erneut abgelehnt. „Reden ist nicht die Antwort“, erklärte Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Die USA hätten mit Nordkorea 25 Jahre lang verhandelt und „Erpressungsgeld“ gezahlt.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte Nordkorea wegen des jüngsten Raketentests verurteilt. Der Test sei „empörend“, so das höchste UNO-Gremium einstimmig. Die Aktionen Nordkoreas bedrohten alle UNO-Mitglieder. Das Land solle die Raketentests unterlassen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zeigte sich unterdessen mit dem Abschuss „äußerst zufrieden“ und deutete weitere Raketentests an.

Mehr dazu in Kim „äußerst zufrieden“