Bundesheer übt Grenzsicherung mit EU-Nachbarn

Als Vorbereitung auf mögliche neue
starke Flüchtlingsbewegungen will Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit fünf Nachbarstaaten militärische Vorkehrungen treffen.

Von 11. bis 15. September findet dafür eine internationale Grenzschutzübung im niederösterreichischen Allentsteig statt, hieß es heute in einer Aussendung.

Soldaten aus fünf Ländern dabei

„Eine Migrationskrise kann man nicht national bewältigen, sondern nur durch internationale Kooperation“, sagte Doskozil. Ein Jahr wie 2015, als Tausende Flüchtlinge unkontrolliert über die Grenzen gekommen seien, dürfe sich nicht mehr wiederholen. Deshalb übe man „gewisse Szenarien“.

An der Übung nehmen laut Aussendung rund 2.200 Soldaten aus Österreich und 160 Soldaten aus Tschechien und Ungarn teil. Aus Slowenien, Kroatien und der Slowakei sollen Beobachter entsandt werden. Ziel sei es, eine neuerliche große Zahl an Flüchtlingen besser bewältigen zu können. Der Fokus liege auf einem gemeinsamen militärischen Assistenz- und Unterstützungseinsatz im Bereich des Grenzmanagements. Dabei sollen etwa die Kontrolle, der Transport und die Unterbringung großer Menschenmengen geprobt werden.