Gewalt in Myanmar: Suu Kyi weist Kritik zurück

In Myanmar hat De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi die Kritik an ihrem Land in der Flüchtlingskrise zurückgewiesen. Sie basiere auf „Fehlinformationen“ zu dem Konflikt mit der muslimischen Minderheit der Rohingya, schrieb die Friedensnobelpreisträgerin heute auf Facebook. Sie warf dem Ausland vor, mit der Unterstützung für die Rohingya den „Interessen von Terroristen“ zu dienen.

In der Erklärung Suu Kyis hieß es weiter: „Der Terrorismus ist neu (in Myanmar), aber die Regierung wird ihr Bestes tun, um sicherzustellen, dass er sich nicht in ganz Rakhine ausbreitet.“ UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hatte die Regierung in Myanmar zuvor aufgerufen, die Gewalt gegen die Rohingya im Bundesstaat Rakhine zu stoppen.

Dort kämpft die Armee seit rund zwei Wochen gegen muslimische Rebellen. Bei den Kämpfen wurden Hunderte Menschen getötet. Nach UNO-Angaben flohen zudem mehr als 123.000 Menschen vor der Gewalt ins Nachbarland Bangladesch.