Kreuzfahrtbranche sucht Gespräch mit Hafenstädten

Kreuzfahrten bleiben ein Renner im touristischen Angebot - und könnten sogar noch weiter zulegen. Die Reedereien wollen nun einen engeren Dialog mit den hoch belasteten Hafenstädten und der Öffentlichkeit suchen, um ihren Ruf zu verbessern.

„Wir brauchen mehr Kommunikation, Zusammenarbeit und Absprachen mit den Hafenbehörden“, so Neil Palomba, Präsident der Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, gestern in Hamburg.

„Touriphobie“ in einigen Städten

In einigen Städten habe sich eine „Touriphobie“ breitgemacht, also eine Abneigung gegen Touristen, weil viele Urlauber kämen und zum Beispiel Wohnungen an Touristen statt an Einheimische vermietet würden, sagte der Chef der Pullmantur-Gruppe, Richard J. Vogel.

Die Kreuzfahrtschiffe seien aber nur ein Teil des Problems. Die weitaus meisten Besucher von Städten wie Barcelona und Venedig reisten mit dem Flugzeug an, sagte Vogel in Hamburg, wo sich Vorstandschefs führender Kreuzfahrtreedereien trafen.