Air Berlin erhielt erste Gelder vom deutschen Staat

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hat die erste Tranche eines Überbrückungskredits vom deutschen Staat erhalten. Das gab gestern ein Unternehmenssprecher bekannt, ohne allerdings eine Summe zu nennen. Der Bund hatte zugesagt, Air Berlin über die staatliche KfW-Bank mit einem Kredit von bis zu 150 Mio. Euro zu unterstützen - die EU-Kommission hat die Beihilfe diese Woche genehmigt.

Weitere Langstreckenflüge vor der Streichung

Wegen mangelnder Buchungen hat Air Berlin jüngst angekündigt, künftig alle Langstreckenflüge von Berlin-Tegel aus schrittweise abzusagen sowie einzelne Strecken von Düsseldorf. Womöglich schon kommende Woche dürften weitere Langstreckenflüge aus dem Flugplan genommen werden.

Die insolvente Airline, die nur noch unter Aufsicht eines Sachwalters operieren kann, muss die Kosten drücken, damit sie den Flugbetrieb so lange aufrechterhalten kann, bis sich Käufer gefunden haben. Die kurzfristigen Kurzstreckenangebote stabilisieren noch immer den Betrieb.

Bieterfrist endet kommende Woche

Am Freitag kommender Woche endet die Bieterfrist. Die Lufthansa hatte als Erstes ihr Interesse angemeldet und will laut Insidern bis zu 90 der 144 Maschinen von Air Berlin einschließlich des Air-Berlin-Ferienfliegers Niki übernehmen. Die Thomas-Cook-Tochter Condor dürfte ein verbindliches Angebot in der kommenden Woche einreichen. Wie die Lufthansa sei Condor an Niki und weiteren Flugzeugen samt Crews interessiert. Auch der britische Billigflieger easyJet wird als potenzieller Käufer gehandelt.