Trumps Leibwächter verlässt Weißes Haus

Der langjährige persönliche Leibwächter und Vertraute von US-Präsident Donald Trump, Keith Schiller, hat angekündigt, das Weiße Haus zu verlassen. Die Arbeit bei der Regierung sei nichts für ihn, sagte Schiller der Nachrichtenagentur AFP. Seit Ende der 90er Jahre stand der ehemalige New Yorker Polizist als Leibwächter und Berater an der Seite Trumps. Schiller ist offiziell der Leiter der Arbeitsabläufe im Oval Office.

Schiller sagte, er sei dankbar für diesen besonderen Arbeitsplatz, aber es sei nun an der Zeit, weiterzuziehen. „Es wird klasse sein, in zehn bis fünfzehn Jahren zurückzuschauen.“ Er plane nun, in den nächsten Wochen nach Florida zu ziehen.

Gut entlohnt

Schillers Arbeit sorgte immer wieder für Diskussionen im Weißen Haus: An der Tür zum Oval Office kam es oft zu Reibereien mit dem Secret Service, der offiziell für die Sicherheit des US-Präsidenten zuständig ist. Schiller wird auch für chaotische Zustände in der Antrittszeit Trumps verantwortlich gemacht - damals war oft nicht klar, wer zum Präsidenten vorgelassen wird.

Die „New York Times“ hatte berichtet, Schiller verlasse Trump auch aus finanziellen Gründen. Nach Angaben des Weißen Hauses hatte er eine jährliche Gehaltskürzung von 130.000 Dollar (etwa 108.000 Euro) in Kauf genommen, um Trump nach Washington zu folgen. Es ist der jüngste Abgang im Weißen Haus, seit Chefstratege Steve Bannon und Berater Sebastian Gorka im August ihren Hut nahmen.