Nordkorea umgeht laut UNO zunehmend Sanktionen

Nordkorea umgeht einem UNO-Bericht zufolge zunehmend die gegen das Land verhängten internationalen Sanktionen. Pjöngjang umgehe weiterhin das Waffenembargo, die Finanzsanktionen sowie die strikten Strafmaßnahmen in weiteren Bereichen, heißt es in dem am Wochenende vorgelegten Bericht von UNO-Experten. Je mehr Sanktionen verhängt würden, desto zahlreicher seien auch die Umgehungen.

Exporte gehen nach China

Pjöngjang umgehe etwa die finanziellen Sanktionen durch Agenten im Ausland, die im Namen „nationaler Einheiten“ Finanztransaktionen vornehmen würden. Darüber hinaus exportiere das abgeschottete Land weiterhin „praktisch alle von den UNO-Resolutionen betroffenen Produkte“. Das habe Nordkorea im Untersuchungszeitraum von Februar bis August dieses Jahres mindestens 270 Millionen Dollar (224 Mio. Euro) eingebracht.

90 Prozent der nordkoreanischen Exporte gehen nach China. Peking war in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen worden, sich nicht vollständig an die UNO-Resolutionen gegen Nordkorea zu halten. Zuletzt versicherte Peking jedoch mehrfach die vollständige Einhaltung.