Vilimsky will britische Parlamentssitze in EU einsparen

Die durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union frei gewordenen Plätze im Europaparlament sollen nicht neu besetzt, sondern eingespart werden: Das forderte Harald Vilimsky, Delegationsleiter der FPÖ in Brüssel, heute.

„Der Brexit bietet die Möglichkeit, das Europäische Parlament zu verkleinern und damit Kosten zu sparen. Ein Auffüllen der dann vakanten britischen Sitze mit sogenannten transnationalen Listen – wie das nun vorgeschlagen wird – lehnen wir ab“, sagte der FPÖ-Generalsekretär.

Einige Verschiebungen geplant

Nach dem Ausscheiden Großbritanniens soll das Europaparlament von derzeit 751 auf künftig 700 Abgeordnete schrumpfen, geht aus einem Bericht des Ausschusses für konstitutionelle Fragen im Europaparlament hervor. Von den insgesamt 73 ausscheidenden britischen Mandataren sollen also 51 nicht nachbesetzt werden. Die anderen 22 sollen auf die Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden.

In dem Bericht werde weiters vorgeschlagen, dass Frankreich und Spanien jeweils vier Plätze mehr als bisher erhalten sollen, Italien drei Sitze mehr. Die Niederlande und Irland sollen beide zwei Plätze mehr erhalten, Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Kroatien und Estland jeweils einen. „Mir erschließt sich offen gestanden nicht wirklich, warum man gerade die Südachse deutlich stärken will“, so Vilimsky dazu.