OPEC rechnet weiter mit steigendem Erdölbedarf

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) erwartet für nächstes Jahr einen fast ebenso starken Anstieg des weltweiten Ölbedarfs wie dieses Jahr, nämlich um gut 1,4 Prozent. Das geht aus dem heute veröffentlichten OPEC-Monatsbericht von August hervor. Er rechnet für heuer mit 1,5 Prozent Plus. Das Wachstum wird sich vor allem außerhalb des OECD-Raums abspielen, etwa in China.

Konkret rechnet die OPEC für 2018 mit einem Zuwachs des globalen Ölhungers um 1,35 Mio. Fass pro Tag auf im Schnitt 98,1 Mio. Barrel täglich (mb/d) - und dabei, anders als zuletzt, doch erneut mit einem leichten Anstieg der Nachfrage nach OPEC-Öl.

Prognose leicht nach oben revidiert

Vom Anstieg des weltweiten Zuwachses der Ölnachfrage dürften 2018 nur 0,25 mb/d auf die OECD und 1,1 mb/d auf Nicht-OECD-Staaten entfallen, darunter 0,35 mb/d auf China und 0,16 mb/d auf Indien. Europa dürfte zwar nur 70.000 Barrel/Tag zum Wachstum beisteuern, jedoch wurde auch diese Prognose - ebenso wie die Erwartungen zu China - angehoben.

Für das laufende Jahr 2017 geht die OPEC davon aus, dass der weltweite Ölbedarf im Schnitt um 1,42 mb/d auf 96,77 mb/d klettern wird, was einer leichten Aufwärtsrevision entspricht. Diese Anpassung erfolgte laut Bericht wegen kräftigerer Daten aus der OECD für das zweite Quartal - speziell was Amerika und Europa betrifft -, aber auch betreffend China.