Monatelanges Aufräumen nach Tankerunglück vor Athen

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Nach einem Tankerunglück in der Nähe von Athen rechnen die Behörden wegen der Ölverseuchung mit monatelangen Aufräumarbeiten. Der Ölteppich erstreckte sich über 1,5 Kilometer und betraf zunächst die Bucht von Salamis, aber es seien bereits vier Monate lange Aufräumarbeiten absehbar, sagte die Fischereibeauftragte von Athen, Voula Toutountzi gestern.

Öllteppich am Strand von Salamina

APA/AP/Petros Giannakouris

Wenn die Windrichtung umschlage, könne der gesamte Saronische Golf betroffen sein, warnte die Bürgermeisterin von Salamis, Isidora Nannou-Papathanassiou.

Der Öltanker „Agia Zoni II“ war am Sonntagabend mit rund 2.500 Tonnen Treibstoff gesunken. Zahlreiche Helfer waren weiterhin damit beschäftigt, den Ölteppich einzudämmen und eine Bucht an der Südostküste der Insel Salamis zu reinigen. Die Behörden wiesen Fischer an, die Gewässer zu meiden.

Leck abgedichtet

Tauchern gelang es, das Leck des 45 Jahre alten Schiffes abzudichten, wie die Küstenwache mitteilte. Der Schiffsrumpf sei sicher und der Betreiber habe laut Küstenwache einen Plan vorgelegt, um das restliche Öl abzupumpen. Wann damit begonnen werden könne, sei aber noch unklar, sagte eine Sprecherin der Küstenwache.

Die Ursache für die Havarie war zunächst ebenfalls unklar. Zur Zeit des Unglücks herrschte gutes Wetter. Dem Kapitän und dem ersten Maschinisten des Schiffes werden Fahrlässigkeit angelastet. Sie sind auf freiem Fuß, ihnen droht aber ein Prozess.