Nordkorea: Neue UNO-Sanktionen sind „Provokation“

Die Regierung Nordkoreas hat die jüngsten UN-Sanktionen im Konflikt um ihr umstrittenes Atomprogramm als „Provokation“ bezeichnet. Zudem bekräftigte das Außenministerium in Pjöngjang, vom Atomprogramm nicht abrücken zu wollen. Den USA wurde vorgeworfen, mit „bösartigen Mitteln und Methoden“ den Sanktionsbeschluss eingefädelt zu haben, um den Untergang Nordkoreas herbeizuführen.

Der UNO-Sicherheitsrat in New York hatte zuvor einstimmig eine Resolution verabschiedet, die die Öllieferungen an Nordkorea deckelt sowie die Gas- und Textilexporte an das Land verbietet. Nordkorea weise die Resolution kategorisch ab, hieß es den Staatsmedien zufolge in der Erklärung des Ministeriums. Das Land sei entschlossen, seinen bisherigen Weg „in einem rascheren Tempo“ weiter zu verfolgen.

Mit den jüngsten Maßnahmen bestrafte das höchste UNO-Gremium das isolierte Land für seinen neuerlichen Atomtest am 3. September. Nordkorea hatte nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe gezündet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden können. Der Test war ein Verstoß gegen bereits bestehende UNO-Resolutionen.