Trump: Teams sollten protestierende NFL-Spieler entlassen

US-Präsident Donald Trump hat die Teambesitzer der National Football League (NFL) aufgefordert, Spieler zu entlassen, die während des Abspielens der amerikanischen Nationalhymne knien. „Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber unserer Tradition. Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber allem, für das wir stehen“, sagte Trump gestern auf einer Wahlkampfveranstaltung in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama für den dortigen republikanischen Senator Luther Strange.

„Würdet ihr es nicht liebend gerne sehen, dass ein NFL-Teambesitzer sagen würde, ‚Nehmt den Hurensohn vom Feld. Weg damit! Er ist gefeuert‘, wenn jemand die Flagge nicht respektiert?“, polterte Trump unter lautem Applaus. Wer den Mut dazu habe, solle für eine Woche die „beliebteste Person im ganzen Land sein“. Außerdem forderte Trump die Zuschauer auf, solche Spiele aus Protest zu verlassen.

NFL-Spieler Eric Reid kniet während der Nationalhymne

APA/AP/John Froschauer

Einige Sportler weigern sich seit gut einem Jahr, während der Nationalhymne zu stehen, die bei fast jeder Sportveranstaltung gespielt wird. Grund dafür ist die nach ihrer Meinung ungerechte Behandlung von Minderheiten im Land - insbesondere die Polizeigewalt gegenüber schwarzen US-Bürgern. Initiator der Protestbewegung ist Colin Kaepernick, ehemaliger Quarterback der San Francisco 49ers. Trump hatte bereits zuvor erklärt, er sei der Grund, warum Kaepernick im Moment arbeitslos sei.