Vulkan brodelt auf Bali: Mehr als 14.000 Anrainer geflohen

Auf der indonesischen Insel Bali rechnen die Behörden mit einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Mount Agung. Die Lage sei besorgniserregend, es gebe Furcht vor einer plötzlichen Eruption, sagte der Vulkanologe der Regierung, Gede Suantika, gestern. Der über 3.000 Meter hohe Mount Agung im Distrikt Karangasem weist seit Tagen eine erhöhte Aktivität auf.

Vulkan Mount Agung

APA/AFP/Sonny Tumbelaka

Seit gestern Abend gilt die höchste Alarmstufe vier, wie ein Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Mehr als 14.000 Anrainer aus Dörfern in der Nähe des Vulkans haben mittlerweile ihre Häuser verlassen.

10.000 Helfer mobilisiert

Lastwagen der Regierung brachten sie in Notunterkünfte, die in Schulen, Sporthallen und auf dem offenen Feld eingerichtet wurden. Gut 10.000 Helfer seien mobilisiert worden, um bei der Evakuierung der Dörfer anzupacken, sagte Sutopo Nugroho von der Katastrophenschutzbehörde weiter. Rund 80.000 Menschen leben im näheren Umkreis des Mount Agung.

Notunterkunft auf Bali

APA/AP/Firdia Lisnawati

Der Berg ist auch bei ausländischen Wanderern beliebt. Zuletzt war der Vulkan in den Jahren 1963 und 1964 ausgebrochen, damals starben etwa 1.500 Menschen. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es etwa 130 aktive Vulkane.