Air Berlin für Verkauf an Lufthansa und easyJet

Die insolvente Fluglinie Air Berlin bleibt im Verkaufsprozess bei der in der vorigen Woche eingeschlagenen Linie. Der Aufsichtsrat des Unternehmens stimmte dem Plan zu, über den Verkauf des Fluggeschäfts weiter mit der Lufthansa und dem Billigflieger easyJet zu verhandeln, wie Air Berlin gestern mitteilte.

Die Verhandlungen sollen bis zum 12. Oktober dauern. Dabei sollen auch Teilverkäufe möglich sein. Damit stellte sich der Aufsichtsrat hinter die Entscheidung der vorläufigen Gläubigerausschüsse von Donnerstag. Für die weiteren Teilbereiche wie die Technik sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Air Berlin ist nach eigenen Angaben noch bis November finanziert. Eine entscheidende Frage in den Verkaufsverhandlungen sei deshalb, wie man die Zeit ab dem Beginn des Winterflugplans Ende Oktober finanziere.

EasyJet will bis zu 30 Flugzeuge

EasyJet bietet für bis zu 30 Flugzeuge der insolventen Air Berlin. Die Offerte umfasse 27 bis 30 A320 Airbus-Maschinen, erklärte der Generalbevollmächtigte von Air Berlin, Frank Kebekus. EasyJet und Lufthansa hätten in finanzieller Hinsicht und auch mit Blick auf die Perspektiven für die Beschäftigten die besten Angebote eingereicht, ergänzte er.

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann erklärte, auch mit der Condor-Mutter Thomas Cook könne es noch Gespräche geben. Insgesamt gab es Kebekus zufolge 16 Gebote, darunter keine für die 17 schon größtenteils stillgelegten Langstreckenflieger.

Da die Lufthansa Insidern zufolge 78 Flugzeuge übernehmen will, wären bei einer Vereinbarung mit easyJet über 30 Maschinen noch rund 20 weitere an neue Eigner zu vergeben. Mangels Interesse für die Langstrecken stellt Air Berlin das Angebot bis zum 15. Oktober nach und nach ein, hieß es.