US-Außenminister zu Gesprächen über Nordkorea in China

US-Außenminister Rex Tillerson wird morgen für einen dreitägigen Besuch nach China reisen. Im Mittelpunkt der Reise von 28. bis 30. September stünden Gespräche über Nordkorea, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums gestern in Washington.

Der Konflikt des international isolierten Landes mit den USA hatte sich zuletzt gefährlich zugespitzt. Die USA hatten China zuletzt nachdrücklich zu einer stärkeren Einflussnahme in Nordkorea zu drängen versucht. Es gebe in dieser Frage einen gewissen Fortschritt, sagte die Sprecherin.

Trump sieht rhetorische Eskalation

US-Präsident Donald Trump warf dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un vor, den Konflikt um das Atomprogramm des Landes rhetorisch eskalieren zu lassen. „Er benimmt sich sehr schlimm, er sagt Dinge, die niemals gesagt werden sollten“, sagte Trump in Washington. Er betonte erneut, dass die USA eine militärische Option für den Konflikt hätten, falls das notwendig sein sollte.

Beide Seiten liefern sich seit einigen Tagen einen Schlagabtausch. Kim Jong Un hatte Trump am Wochenende als „geisteskranken“ Greis bezeichnet. Er reagierte damit auf dessen Rede vor der UNO-Vollversammlung in der vergangenen Woche. Darin hatte Trump Nordkorea für den Fall eines Angriffes auf die USA oder Verbündete mit völliger Zerstörung gedroht. Nordkoreas Außenminister Ri Yong sagte, das sei eine „Kriegserklärung“ gewesen.