Trump hält Puerto Rico nach Hurrikan hohe Schulden vor

Wenige Tage nach Hurrikan „Maria“ hat US-Präsident Donald Trump Puerto Rico zum Kampf gegen die hohe Verschuldung des US-Territoriums aufgefordert.

Puerto Rico werde mit der US-Regierung überlegen müssen, wie die enormen Aufräumarbeiten finanziert und die jetzt schon auf der Insel existierenden hohen Schulden verringert werden könnten, sagte Trump heute auf einer Wirtschaftskonferenz.

Der Wiederaufbau werde historische Ausmaße haben. Trump sagte, dass die Insel durch den Wirbelsturm „völlig zerstört“ worden sei, die USA aber alles dafür tun würden, um den Menschen möglichst schnell zu helfen.

Aufregung über Heimatschutzministerin

Zugleich stießen Äußerungen aus Trumps Regierungsteam über Fortschritte bei den Aufräumarbeiten in Puerto Rico auf Unverständnis. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt San Juan, Carmen Yulin Cruz, kritisierte die Darstellung der amtierenden Heimatschutzministerin Elaine Duke scharf.

Duke hatte die Hilfseinsätze als effektiv gelobt und von „guten Nachrichten“ gesprochen. Cruz hielt dem auf CNN entgegen, es sei keine gute Nachricht, dass Menschen ums Leben kämen. Es handle sich um eine Frage von Leben und Tod. Die Lage verschärfe sich noch, weil die Menschen keine Lebensmittel und kein Wasser bekämen. Die meisten Einwohner seien auch zehn Tage nach dem Hurrikan ohne Strom. 16 Menschen starben durch Hurrikan „Maria“.