Mlinar glaubt an sieben Prozent für NEOS

Die liberale EU-Abgeordnete Angelika Mlinar glaubt an das Erreichen von sieben Prozent für NEOS bei der Nationalratswahl. „Die NEOS sind die stabilste Kraft“ der drei kleineren Parteien mit Grünen und Liste Pilz, sagte Mlinar heute am Rande des EU-Parlaments in Straßburg.

Das Wochenende mit den SPÖ-Problemen sei „vollkommen überraschend“ gekommen. Dazu hätten sich zuletzt die Grünen gespalten. „Wir gehen also davon aus, dass die NEOS stabilste Kraft sind. Wir haben überhaupt keine Verwerfungen.“ Und „ich bin mir nicht sicher, ob es Pilz (mit seiner Liste in den Nationalrat, Anm.) schaffen wird“.

Kommt Doskozil statt Kern?

Jedenfalls würden mehrere Parteien von den SPÖ-Entwicklungen vom Wochenende profitieren, „tendenziell die kleineren Parteien. Denn wenn du irritiert von der SPÖ bist, ist die Frage, ob du sofort zur FPÖ gehst oder nicht eher zur NEOS“, vielleicht auch zu den Grünen, aber eher nicht zu Pilz.

Eine Koalition zwischen der ÖVP, bei der Mlinar davon ausgeht, dass Sebastian Kurz die Wahl gewinnt, und der SPÖ sei noch möglich, „aber nicht unter Christian Kern, sondern unter Hans Peter Doskozil“.

Rein rechnerisch zeichne sich eine Dreiervariante ÖVP-Grüne-NEOS derzeit nicht ab. Doch stünden die Chancen dafür nicht so schlecht. Allerdings müsste sich die ÖVP bei der Flüchtlingsobergrenze bewegen, „da zerreißt es die Grünen wie uns auch“, und die Grünen wiederum beim Thema Freihandelsabkommen. „Aber ich sehe Spielraum“, so Mlinar.