Deutscher Buchpreis geht an Robert Menasse

Der Deutsche Buchpreis 2017 geht an den Österreicher Robert Menasse für seinen in Brüssel spielenden Europaroman „Die Hauptstadt“, der auch für den Österreichischen Buchpreis nominiert ist. Diese Entscheidung der siebenköpfigen Jury wurde heute Abend im Frankfurter Römer bekanntgegeben.

Robert Menasse taucht in seinem Roman „Die Hauptstadt“ tief in die Brüsseler EU-Institutionen ein. Rund um die Planung von Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Europäischen Kommission entwirft er ein vielstimmiges europäisches Panorama, in dem Geschichte, Gegenwart und Zukunft enggeführt werden.

Menasse setzte sich im Finale gegen Gerhard Falkner („Romeo oder Julia“), Franzobel („Das Floß der Medusa“), Thomas Lehr („Schlafende Sonne“), Marion Poschmann („Die Kieferninseln“) und Sasha Marianna Salzmann („Außer sich“) durch. Im vergangenen Jahr hatte Bodo Kirchhoff für seinen Roman „Widerfahrnis“ den Deutschen Buchpreis gewonnen.