Schauspieler distanzieren sich von Harvey Weinstein

Immer mehr Schauspieler distanzieren sich in öffentlichen Aussagen angesichts der Missbrauchsvorwürfe von Harvey Weinstein. Die britische Schauspielerin Judi Dench äußerte sich gestern in einem Statement, dass sie Betroffenen „Unterstützung von ganzem Herzen“ entgegen bringe.

Meryl Streep, die Weinstein einst bei einer Oscar-Verleihung als „Gott“ bezeichnet hatte, erklärte in der Huffington Post, sie sei „entsetzt“ über die „schändlichen“ Nachrichten.

Clooney: Verhalten „unhaltbar“

Schauspieler und Regisseur George Clooney nannte Weinsteins Verhalten „unhaltbar“. In den 90er Jahren habe er gerüchteweise gehört, dass Frauen, die mit Weinstein schliefen, als Gegenleistung Filmrollen erhielten. Doch er habe darin lediglich Versuche gesehen, die Frauen herabzusetzen und ihr Talent als Schauspielerinnen in Zweifel zu ziehen.

Glenn Close vertraute der „New York Times“ in einer Erklärung an, dass ihr entsprechende Gerüchte „über viele Jahre“ bekannt gewesen seien. „Harvey war mir gegenüber stets korrekt - aber jetzt, wo sich die Gerüchte bestätigen, fühle ich mich aufgebracht und tieftraurig.“

Weinstein entlassen

Die „New York Times“ hatte kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem Schauspielerinnen und frühere Mitarbeiterinnen von Weinstein dem Produzenten sexuelle Belästigung vorwerfen. Der 65-Jährige wurde nach dem Bekanntwerden weiterer Belästigungsvorwürfe gegen ihn von seinem Filmstudio The Weinstein Company entlassen.