Mehr als 20 Tote bei Bränden in Kalifornien

Die Zahl der Toten bei den schweren Bränden im Norden Kaliforniens ist auf mindestens 21 angestiegen. Das gaben die Behörden des Bundesstaates an der US-Westküste gestern bekannt. Schätzungen zufolge sind mindestens 3.500 Häuser zerstört worden.

Mehr als 8.000 Feuerwehrleute kämpften in der Region nördlich der Metropole San Francisco gegen zahlreiche große Buschbrände. Betroffen war eine Fläche von rund 680 Quadratkilometern. In ganz Kalifornien brennen derzeit mehr als 22 Großfeuer.

Komplett verbrannte Wohnsiedlung in Santa Rosa, Kalifornien

APA/AP/Eric Risberg

Notstand ausgerufen

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown sprach von einem der größten und gefährlichsten Feuer, das den Staat viele Milliarden Dollar kosten werde. Er rief den Notstand für acht Bezirke aus. US-Präsident Donald Trump erklärte seinerseits den Katastrophenfall. Das bedeutet, dass Bundesgelder und andere Ressourcen für die Bekämpfung des Desasters freigegeben wurden.

Die Regionalbehörden warnten, dass die Totenzahlen noch weiter steigen könnten. Allein im Landkreis Sonoma wurden rund 150 Menschen vermisst. Die Behörden zeigten sich „aber zuversichtlich, dass die meisten dieser Menschen wohlauf wiedergefunden und mit ihren Liebsten vereint werden“.

Angefacht wurden die Brände unter anderem durch Santa-Ana-Winde, die mitunter eine Geschwindigkeit von mehr als 90 km/h erreichten. Es handelt sich dabei um ein meteorologisches Phänomen, das trockene Winde aus dem Bergland östlich der kalifornischen Küste bringt.