UNO-Blauhelmmission in Haiti nach 13 Jahren zu Ende

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Nach 13 Jahren ziehen die Vereinten Nationen ihre Blauhelme aus Haiti ab. Die letzten Soldaten der UNO-Stabilisierungsmission in Haiti (MINUSTAH) sollen am Sonntag den Karibik-Staat verlassen. Direkt im Anschluss nimmt die neue UNO-Mission MINUJUSTH ihre Arbeit auf.

Etwa 1.300 Polizeikräfte werden das Land künftig bei der Ausbildung von Beamten unterstützen, den Rechtsstaat stärken und die Einhaltung von Menschenrechten überwachen. Bis zu 4.900 Blauhelmsoldaten waren während der MINUSTAH-Mission in Haiti stationiert. Die Gesamtkosten für den Einsatz betrugen rund 7,2 Milliarden Dollar. Einen wichtigen Beitrag leisteten die UNO-Soldaten nach dem verheerenden Erdbeben 2010.

Soldaten in Skandale verwickelt

Nach blutigen Machtkämpfen und dem Sturz von Präsident Jean Bertrand Aristide waren die Blauhelme 2004 in Haiti eingerückt, um dem verarmten Land den Weg zur Demokratie zu ebnen. Tatsächlich verbesserte sich die Sicherheitslage deutlich, und die politische Lage stabilisierte sich etwas.

Allerdings waren die UNO-Soldaten auch in eine Reihe von Skandalen verwickelt. So sollen Blauhelme zahlreiche Sexualverbrechen verübt und die Cholera eingeschleppt haben.