Schwere Bombenexplosion erschüttert Mogadischu

Die somalische Hauptstadt Mogadischu ist heute von einer schweren Bombenexplosion erschüttert worden. Ein Vertreter der Sicherheitsbehörden sagte, ein mit Sprengstoff beladener Lkw sei an einer belebten Straße vor einem Hotel explodiert. Augenzeugen sagten, ein Selbstmordattentäter habe sich in einem Auto an einer belebten Kreuzung in die Luft gesprengt.

Anschlagsort in Mogadischu

APA/AP/Farah Abdi Warsameh

Mindestens 20 Menschen wurden getötet, weitere 40 verletzt. Augenzeugen berichteten, womöglich sei ein auch bei Regierungsmitarbeitern, Journalisten und aus dem Ausland zurückkehrenden Somaliern beliebtes Hotel Ziel des Attentäters gewesen. Die Explosion habe umliegende Gebäude schwer beschädigt. Die Lage sei chaotisch und unübersichtlich.

Für zahlreiche Anschläge in Somalia ist die islamistische Al-Schabab-Miliz verantwortlich. Truppen der Afrikanischen Union (AU) hatten die Miliz, die gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates kämpft, 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen kontrollieren aber immer noch einige ländliche Regionen in dem Land am Horn von Afrika.