Mindestens 189 Tote nach Anschlag in Mogadischu

Die Zahl der Todesopfer nach dem schwersten Selbstmordanschlag der letzten Zeit in Somalia ist auf mindestens 189 gestiegen. Mehrere Todesopfer seien erst heute Früh aus den Trümmern der beschädigten Gebäude in der Hauptstadt Mogadischu geborgen worden, hieß es. Die Zahl der Verletzten nach dem Attentat gestern wird auf mindestens 200 geschätzt.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die Regierung machte allerdings die Terrormiliz al-Schabab dafür verantwortlich.

Gebäude stürzten ein

Ein Attentäter hatte sich auf einer der belebtesten Kreuzungen in Mogadischu in einem Lastwagen in die Luft gesprengt, wie Augenzeugen berichteten. Die Explosion beschädigte zahlreiche umliegende Gebäude, mehrere stürzten ein.

In Somalia kommt es immer wieder zu Anschlägen durch al-Schabab. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida in Verbindung stehenden militanten Sunniten wollen in dem Land am Horn von Afrika einen Gottesstaat mit strikter Auslegung des islamischen Rechts errichten.