Israel nimmt Siedlungsprojekt in Givat Hamatos wieder auf

Israel hat ein umstrittenes Siedlungsbauprojekt im Südosten Jerusalems wieder aufgenommmen. Eine Sprecherin der israelischen Organisation Peace Now kritisierte die Pläne zum Bau von 1.600 Wohneinheiten in Givat Hamatos heute scharf.

Das Bauprojekt beweise, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu „entschlossen ist, jede Chance auf eine friedliche Zweistaatenlösung zu zerstören“, so die Sprecherin. Gebaut wird in einem Gebiet, das die Palästinenser als Teil eines eigenen Staates beanspruchen.

Videoaufnahmen beginnender Bauarbeiten

Arieh King, Mitglied der Jerusalemer Stadtverwaltung, veröffentlichte auf Facebook ein Video von beginnenden Bauarbeiten.

Auch das israelische Fernsehen hatte von den Plänen berichtet. Bauminister Joav Galant schrieb auf Twitter: „Givat Hamatos ist wichtig für die Sicherheit Jerusalems und eine durchgängige israelische Kontrolle von Gusch Ezion bis Jerusalem und von Gilo bis Ramat Rachel.“ Israel werde das Projekt „bis zum Bau eines neuen Viertels auf dem Hügel fortsetzen“.

Das Bauprojekt in Givat Hamatos hatte bereits 2014 für scharfe Kritik gesorgt, unter anderem aus Deutschland und den USA. Anschließend war es vorerst auf Eis gelegt worden.