UNO: Großteil der Flüchtlinge nach Kirkuk zurückgekehrt

Die meisten Flüchtlinge aus der umstrittenen Stadt Kirkuk im Nordirak sind nach UNO-Angaben zurückgekehrt. Während des Vormarschs irakischer Truppen auf die Stadt hatten in den vergangenen beiden Tagen mehr als 60.000 Menschen Kirkuk verlassen, wie das UNO-Koordinierungsbüro OCHA heute über Twitter mitteilte. Die UNO-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, rief alle Konfliktparteien auf, Zivilisten zu beschützen.

Irakische Sicherheitskräfte hatten in den vergangenen Tagen Kirkuk und umliegende Ölanlagen von kurdischen Peschmerga-Kämpfern eingenommen. Die Kurden leisteten dabei kaum Widerstand. Die Zentralregierung reagierte damit auf kurdische Pläne, sich vom Land abzuspalten.

Kirkuk und die gleichnamige Provinz gehören zu den ölreichsten Regionen im Irak. Sowohl die Kurden als auch die Zentralregierung erheben Anspruch auf das Gebiet. In Kirkuk leben neben Kurden auch irakische Araber und Minderheiten wie Turkmenen.