Österreich und Ungarn planen sechs neue Grenzübergänge

An der ungarisch-österreichischen Grenze sollen in naher Zukunft sechs neue Übergänge eröffnet werden. Darauf habe sich die ungarische Regierung mit der österreichischen Regierung und dem Burgenland geeinigt, wie Levente Magyar, Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, in Budapest erklärte.

Das Außenministerium in Wien bestätigte, dass ein solches Vorhaben "interregionaler Kooperation in Planung sei und verwies auf die Pressestelle des Burgenlands, die vorerst nicht mehr zu erreichen war.

Das Überqueren der Grenzen zu den ungarischen Nachbarländern sei „verhältnismäßig schwierig“, beanstandete der ungarische Staatssekretär. Es gebe nur alle 20 Kilometer einen Übergang, während es in Westeuropa im Abstand von rund zwei bis vier Kilometern Übergänge gebe.

Beziehungen sollen gestärkt werden

Die neuen Übergänge sollen zur Stärkung der Beziehungen in der Grenzregion dienen, betonte Magyar, der gleichzeitig Kritik an Österreich übte: Das Nachbarland arbeite daran, „die Grenzkontrollen zu Ungarn zu verlängern, die zwar als vorübergehend deklariert, doch langsam zu ständigen Kontrollen wurden“. Die ungarische Regierung betrachte das als eine „sehr ernsthafte Gefahr für Schengen“.

Im Grenzkomitat Györ-Moson-Sopron sollen die neuen Übergänge Zsira mit Lutzmannsburg, Varbalog mit Halbturn, Fertörakos mit Sankt Margarethen im Burgenland, Rajka mit Deutsch Jahrndorf, im Komitat Vas wiederum Köszeg mit Oberpullendorf und Szentpeterfa mit Moschendorf verbinden.