Lufthansa-Chef stellt stabile Ticketpreise in Aussicht

Die Lufthansa stellt auch nach der Übernahme eines Teils der Flotte der insolventen Air Berlin stabile Ticketpreise in Aussicht. Er könne verstehen, dass sich viele Menschen fragten, ob nun die Preise stiegen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der „Bild am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Fakt ist, dass Fliegen nie günstiger war als heute. Und dieser langjährige Trend wird sich sicher nicht umkehren“, sagte Spohr.

„Mammutaufgabe“

Die Eingliederung der Air-Berlin-Teile sei eine „Mammutaufgabe“, sagte der Lufthansa-Chef. 81 von 140 Flugzeugen sollen übernommen werden, ebenso 3.000 Mitarbeiter, die bei der Lufthansa-Tochter Eurowings fliegen sollen. „Es müssen Flugzeuge übertragen werden, Verhandlungen mit den Leasinggesellschaften stehen an, für das Umlackieren der Flugzeuge müssen Kapazitäten gebucht werden, und wir brauchen viele tausend Schulungs- und Trainingseinheiten für die neuen Mitarbeiter“, sagte Spohr.

Air Berlin ist Geschichte

Mit Wasserfontänen wurde Freitagabend die letzte Air-Berlin-Maschine auf dem Flughafen Berlin-Tegel empfangen. Seitdem ist die Fluglinie Geschichte - und wie kurz danach bekanntwurde, nicht nur, was den Flugbetrieb angeht. „Alle Unternehmensteile der Air Berlin sind jetzt verkauft“, teilte der Generalbevollmächtigte im Insolvenzverfahren, Frank Kebekus, gestern mit.

Zu großen Teilen geht das Unternehmen an die deutsche Lufthansa. Bis zum Wochenende wurde noch mit anderen Bietern verhandelt - den letzten Zuschlag erhielt easyJet, vor allem für rund tausend Mitarbeiter könnte das eine gute Nachricht sein.

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