Metaller-KV-Gespräche zwischen „Zuversicht“ und „Strapaze“

Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die Metalltechnische Industrie sind in der vierten Gesprächsrunde beim Abendessen die Gefühle zwischen „Zuversicht“ und „Strapaze“ geschwankt. „Es sind sachliche und konstruktive Gespräche, wir sind zuversichtlich für eine Einigung“, so die Industrievertreter heute Abend in der Wirtschaftskammer.

„Das sind wohl unterschiedliche Wahrnehmungen, wir finden die Vorschläge nicht immer konstruktiv“, kritisierte hingegen Pro-Ge-Chefverhandler Rainer Wimmer. Insbesondere bei der Gewerkschaftsforderung nach einer Angleichung der Diäten bei Auslandsreisen an die Inlandstarife würden die Arbeitgeber die Nerven der Beschäftigtenvertreter „strapazieren“.

Gewerkschaft droht mit Betriebsversammlungen

Nachdem die Verhandler heute in sieben Stunden beim Rahmenrecht (Diäten, Schichtzulagen, Karenzen, Lehrlingsentschädigung) wenig weitergekommen sind, soll nun erstmals über die künftige Lohn- und Gehaltserhöhung gesprochen werden, so Wimmer. Von ihm liegt seit Mitte Oktober die Forderung nach einem Plus von vier Prozent auf dem Tisch. Sollte es in der nächsten Verhandlungsrunde zu keiner Annäherung gekommen, dann starten schon morgen die ersten Betriebsversammlungen, droht Wimmer.