Nissan nimmt nach Skandal Fahrzeugproduktion wieder auf

Nach dem Skandal wegen unzureichender Sicherheitsüberprüfungen will der Autobauer Nissan seine Produktion in Japan ab morgen fast vollständig wieder aufnehmen. Das Verkehrsministerium habe fünf der sechs Werke inspiziert und genehmigt, dass dort erneut produziert werde, teilte das Unternehmen mit. Nissan hatte im Oktober die Produktion in allen sechs Werken in Japan gestoppt.

Zuvor war bekanntgeworden, dass in Dokumenten über die Fahrzeugchecks routinemäßig falsche Angaben gemacht wurden, um Mitarbeiter einzusetzen, die dafür nicht qualifiziert waren. Die Fehler im Produktionsprozess seien „korrigiert“ worden, erklärte der Autobauer. Nissan habe „präventive Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen, dass die Sicherheitsüberprüfungen der Fahrzeuge japanischen Vorschriften entsprechen“.

Nissan hatte infolge des Skandals in Japan rund 1,2 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Die Verkaufszahlen sanken daraufhin im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 55 Prozent. Für den Export bestimmte Fahrzeuge waren nach Angaben des Autobauers von den Problemen nicht betroffen.