Zurückhaltung vor dritter Gehaltsrunde der Beamten

Mit Zurückhaltung sind Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) und der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Norbert Schnedl, gestern Abend in die dritte Runde der Beamten-Gehaltsverhandlungen gegangen.

Beide machten die Frage, ob ein konkretes Angebot bzw. eine zahlenmäßige Forderung auf den Tisch kommen, vom Verlauf der Gespräche abhängig.

Schnedl sagte vor Beginn der Runde, er erwarte von der Regierung ein ernstzunehmendes Angebot. Er verwies auf ein hervorragendes Wirtschaftswachstum, das auch nachhaltig sei. Ob auch eine konkrete Forderung von der Gewerkschaft gestellt werde, hänge vom Angebot der Regierung ab.

Rasche Einigung möglich

Er erwarte jedenfalls „substanzielle Verhandlungen“ und dass man „in die Gänge kommt“. Ob auch ein Abschluss heute möglich sei, hänge vom Verhandlungsverlauf ab. „Wir sind dazu bereit.“

Auch Duzdar sagte, es hänge vom Verhandlungsverlauf ab, ob es ein zahlenmäßiges Angebot gebe und ob eine Einigung heute möglich sei. Sie erwartet sich von der heutigen Runde, dass man „seriös weiterverhandelt“ und will „eruieren, ob eine Annäherung möglich“ sei.

Unabhängig von Metallern

An den Metallern wollen sich beide kein Beispiel nehmen. Duzdar meinte, sie sehe die Verhandlungen unabhängig davon. Auch Schnedl meinte, die Metaller hätten „andere Parameter“. Bei den Metallern hat die Gewerkschaft vier Prozent gefordert, die Arbeitgeber haben zunächst 1,9 Prozent und dann 2,5 Prozent angeboten.

In den ersten beiden Runden haben sich beide Seiten nur auf die Inflationsrate von 1,87 Prozent und ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent als Verhandlungsbasis verständigt.