Tierpflegerin in Russland von Tiger angegriffen

In einem russischen Zoo ist eine Tierpflegerin von einem Tiger angegriffen und schwer verletzt worden. Der Gesundheitszustand der Frau sei zwei Tage nach der Attacke in der Stadt Kaliningrad in der gleichnamigen russischen Exklave „stabil“, sagte eine Zoosprecherin gestern.

Die Pflegerin sei am Sonntag in den Käfig des Amur-Tigers Taifun gestiegen, während Besucher zusahen, und wollte den Bereich reinigen. Taifun sei jedoch aus einem Gehege innerhalb seines Käfigs entkommen und habe sie angegriffen.

Die umstehenden Besucher begannen, den Tiger mit Tischen und Stühlen aus einem Restaurant zu bewerfen, um ihn abzulenken. Laut einem Besucher dauerte die Attacke etwa zehn Minuten, dann konnte sich das Opfer in einen sicheren Bereich retten.

Menschlicher Fehler angenommen

Der 16-jährige Tiger hatte laut der Sprecherin nie zuvor einen Menschen angegriffen. Ermittlungen würden wahrscheinlich auf „Fahrlässigkeit“ und menschliche Fehler als Ursache des Angriffs hinauslaufen.

Der Amur-Tiger ist auch als Sibirischer Tiger bekannt. Er ist in China und Russland beheimatet und lebt für gewöhnlich in den dortigen Wäldern. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) listet die Unterart als „stark gefährdet“.