Frequenzvergabe für 5G startet 2018

Nächstes Jahr steht das 5G-Frequenzvergabeverfahren bevor. Dafür laufen die Vorbereitungen. Bisher fanden zwei Konsultationen zu technischen Fragen bzw. zum Ausschreibungsdesign, Stakeholder-Hearings mit der Industrie sowie eine Informationsveranstaltung statt, teilte die Telekom-Regulierungsbehörde RTR heute mit.

Dem Wunsch des Sektors nach einer transparenteren Vorbereitung der Vergabe werde dabei „maximal entsprochen“, hieß es. Die Behörde will in den nächsten Wochen detaillierte Auswertungen der Stellungnahmen zur Konsultation veröffentlichen. An der Konsultation haben sich 15 Unternehmen und Organisationen beteiligt.

Nahezu alle Teilnehmer haben laut RTR Interesse an den Frequenzen angemeldet. Vergeben wird das Band 3.400 bis 3.800 MHz, das vor allem in urbanen Gebieten hohe Bandbreiten ermöglichen soll.

Viele Bewerber, viele Interessen

Die Konsultation habe gezeigt, dass es gravierende Auffassungsunterschiede nicht nur zwischen regionalen Breitbandanbietern und Mobilfunkern gebe, sondern auch zwischen gleichartigen Betreibern, hieß es weiter. So würden manche die Auffassung vertreten, dass die Frequenzen national vergeben werden sollten. Andere wollten Regionen als Lizenzgebiete festgelegt wissen.

Grundlage für die Vergabe sei zunächst die Festlegung der Ziele durch die Regulierungsbehörde auf Basis gesetzlicher Bestimmungen. Die Einnahmen aus der Vergabe zu maximieren sei kein Ziel: „Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Unser Ziel ist es, durch die Vergabe den Marktwert der Frequenzen fair zu bestimmen“, so die RTR.