EU streicht Kolumbiens FARC von Terrorliste

Die EU hat die die ehemalige kolumbianische Guerillagruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) von ihrer Liste der Terrororganisationen genommen. Der Rat der Mitgliedsstaaten habe eine entsprechende Vorlage gebilligt, hieß es aus EU-Kreisen heute in Brüssel. Die Entscheidung wird morgen im EU-Amtsblatt veröffentlicht und tritt damit in Kraft.

Die EU hatte die FARC 2002 auf ihre Terrorliste gesetzt. Damit wurden Vermögen der Organisation in Europa eingefroren und ihre Vertreter mit einer Einreisesperre belegt. Die FARC hatte ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogota gekämpft. Mehr als 260.000 Menschen wurden getötet.

Im November 2016 schlossen beide Seiten ein Friedensabkommen. Die FARC gab darauf ihre Waffen ab und tritt nun als politische Partei auf. Nach dem Friedensabkommen hatte die EU die Sanktionen gegen die Organisation zunächst nur ausgesetzt. Mit dem Streichen von der Terrorliste werden diese aufgehoben.