Neuer Rekord an Aufenthaltstiteln in EU

Die EU hat im vergangenen Jahr einen neuen absoluten Rekord an erstmaligen Aufenthaltstiteln für Bürger aus Drittstaaten erreicht. Die meisten der 3,4 Millionen Genehmigungen ergingen 2016 neuerlich an Ukrainer. Großbritannien war das EU-Land, das die meisten Titel an Ausländer ausstellte. 2015 hatte die Gesamtzahl lediglich 2,6 Millionen betragen - ein Anstieg im Vorjahr um rund 30 Prozent.

Für Österreich wurden im vergangenen Jahr 50.066 erstmalige Aufenthaltstitel verzeichnet. Dabei lagen Syrer mit 8.391 vor Serben (5.018). Österreich verzeichnete damit gegenüber 2015 mit 51.282 Titeln einen leichten Rückgang.

In absoluten Zahlen lag Großbritannien mit 865.900 erteilten Aufenthaltstiteln an der Spitze der EU. Dann folgten Polen (586.000), Deutschland (504.800), Frankreich (235.000), Italien (222.400), Spanien (211.500) und Schweden (146.700). Im Verhältnis zur Bevölkerung verzeichnete Malta mit 20,6 Prozent den höchsten Anteil - allerdings waren es in absoluten Zahlen nur 8.995 und damit die sechstniedrigste Zahl in der EU.

Ein Aufenthaltstitel ist jegliche Art der Genehmigung, die mindestens drei Monate gültig ist und von den Behörden der Mitgliedsländer für einen Nicht-EU-Bürger für einen legalen Aufenthalt auf dem nationalen Staatsgebiet ausgestellt wird. Je nach nationaler Gesetzgebung sind anstelle von Aufenthaltstiteln auch spezielle Visa für längere Aufenthalte oder die Zuerkennung eines besonderen Zuwandererstatus in diesen Statistiken berücksichtigt.