„Brexit“-Verhandlungen: EU glaubt an raschen Durchbruch

Bei den bisher zähen „Brexit“-Verhandlungen schließt die Europäische Union einen raschen Durchbruch nicht aus. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sagte heute, er hoffe auf eine Einigung mit Großbritannien in den strittigen Austrittsfragen bis Dezember. „Aber es ist noch Arbeit zu tun“, fügte er am Rande des EU-Sozialgipfels in Göteborg hinzu.

Angesichts der stockenden Verhandlungen über den Austritt der Briten aus der Europäischen Union haben EU-Ratspräsident Donald Tusk und die britische Premierministerin Theresa May für heute ein Treffen am Rande des EU-Gipfels in Göteborg vereinbart. Tusk wolle mit May über die Probleme bei den Verhandlungen sprechen.

Barnier stellte Briten Rute ins Fenster

Großbritannien will 2019 aus der EU austreten und möglichst rasch die künftigen Beziehungen klären. Die EU will aber vorher unter anderem finanzielle Zusagen für Verpflichtungen in Milliardenhöhe. Auch der irische Regierungschef Leo Varadkar sagte, es sei immer noch möglich, dass bereits im Dezember der Streit über die Austrittsbedingungen beigelegt und die zweite Phase der Verhandlungen eingeläutet werde. Notfalls müsse man aber bis ins neue Jahr warten.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier hatte Großbritannien eine Frist bis kommenden Freitag für weitere Zugeständnisse gesetzt. Ohne Bewegung werde man im Dezember nicht die zweite Verhandlungsphase beginnen können.