Iran sieht IS in Syrien und Irak besiegt

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Einschätzung des Iran sowohl in Syrien als auch im Irak inzwischen endgültig besiegt. „Die teuflische Herrschaft des IS ist beendet“, zitierten alle iranischen Medien heute Ghassem Sulaimani, Kommandant der Al-Kods-Einheit der Revolutionsgarden, die in den vergangenen Jahren im Kampf gegen den IS eingesetzt worden war.

Das sei ein historischer Sieg für die Regierungen und Völker des Irak und Syriens sowie den Iran, hieß es in einem Schreiben Ghassems an den obersten geistlichen Führer Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran hat stets behauptet, dass die Revolutionsgarden im Irak und in Syrien nur als militärische Berater im Kampf gegen den IS tätig seien.

Koalition sieht großen Gebietsverlust

Es war aber auch immer ein offenes Geheimnis, dass besonders die Al-Kods-Einheit auch aktiv an den Kämpfen beteiligt war und auch viele ihrer Soldaten, besonders in Syrien, ums Leben gekommen sind. Für den sunnitischen IS hatte der schiitische Iran den gleichen Status wie Ungläubige.

Nach Angaben der internationalen Anti-IS-Koalition hat der IS in Syrien mehr als 95 Prozent seines früheren Gebietes verloren. Vertrieben wurden die Extremisten unter anderem aus ihren Hochburgen Mossul im Irak sowie al-Rakka und Deir al-Sor in Syrien. Sie kontrollieren im Wesentlichen nur noch ein von Wüste geprägtes Gebiet an der Grenze zwischen beiden Ländern.